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Cloud Computing für den Mittelstand, Teil 3

Wer seine Daten in die Wolke schieben möchte, muss einiges beachten. Wir stellen Ihnen in loser Folge das wichtigste vor.

Heute erfahren Sie, wie Sie die Abhängigkeit von einem Provider verringern können.

 Es gibt zwei denkbare Modelle von Cloud Computing: Sie können entweder viele verschiedene Service-Provider mit der Wahrnehmung unterschiedlicher Leistungsinhalte beauftragen. Die andere Möglichkeit ist, sich einen Service-Provider zu suchen, der Ihnen ein Kombinationspaket für die unterschiedlichen Leistungsinhalte (z.B. Rechenkapazität, Buchhaltung, einfachste von Menschen verrichtete Arbeit, eine fertige Softwarelösung etc.) aus einer Hand anbietet. 

Letzteres hat für Sie den entscheidenden Vorteil, dass Sie sich nicht um die reibungslose Funktionsfähigkeit der unterschiedlichen Pakete kümmern müssen. Der Anbieter übernimmt die Gewährleistung dafür, dass die verschiedenen Services reibungslos zusammenarbeiten. Dabei trägt er auch die Haftung für die Leistungen seiner Subunternehmer. Auch die verschiedenen Servicelevel stellen selten ein Problem dar. 

Allerdings geht diese Verlagerung des Risikos auf den Anbieter einher mit einer gewissen Abhängigkeit von diesem Anbieter. 

Das zeigt sich meistens erst dann, wenn der Vertrag beendet wird und die Daten auf den Nutzer, also Sie als Unternehmer, zurückgeführt werden müssen. Der Anbieter hat zu diesem Zeitpunkt meist kein gesteigertes Interesse mehr daran, sich um das Gelingen der Datenmigration zu kümmern. 

Sie haben in diesem Moment ein völlig gegenläufiges Interesse: Damit Ihr Unternehmensablauf nicht gestört wird, sind Sie darauf angewiesen, dass eine Datenmigration problemlos verläuft. 

Auch dieses Problem lässt sich vertraglich lösen, indem bereits in dem Cloud-Provider-Vertrag eindeutige Regelungen für die Vertragsbeendigung geschlossen werden. Es müssen entsprechende Mitwirkungspflichten des Anbieters geregelt sein. Es empfiehlt sich auch, empfindliche Vertragsstrafen für den Fall der Verletzung von Mitwirkungspflichten und die Nichteinhaltung von zuvor festgelegten Terminen für die Migration aufzunehmen, um Sie bestmöglich abzusichern. 

Erfahren Sie im nächsten Teil, welche An- und Herausforderungen der Datenschutz stellt.
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